"Die Natur wird mich immer inspirieren und die unendliche Quelle meiner Kreativität sein"

CORINNA KLEINDORP


Nach der Schulzeit absolvierte ich zunächst eine medizinische Ausbildung, zu einem späteren Zeitpunkt ein abgeschlossenes Studium zur Dipl. Sozialpädagogin. Meine beruflichen Tätigkeiten führten mich für einige Jahre ins Ausland, nach Berlin, Hamburg und zuletzt in den Nordschwarzwald.

Das Malen und Zeichnen war schon immer eine große Leidenschaft von mir, der ich, neben all den beruflichen Stationen, ständig folgte. In Ergänzung zu meinen autodidaktischen und intensiven Studien absolvierte ich kontinuierlich zahlreiche Kunstseminare an renommierten Kunstakademien. Parallel dazu begann ich 2008 mit ersten Ausstellungstätigkeiten- überwiegend national. Mittlerweile präsentiere ich meine Werke über die Grenzen hinaus, weiterhin national sowie auf internationalen Kunstmessen. Dieser bisherige Weg ermutigte mich auch Ende 20216, freiberuflich als Künstlerin in meinem eigenen Atelier zu arbeiten.


Statement


"Die Schönheit der Natur mit ihrer Vielfalt und Einzigartigkeit, insbesondere aber mit ihrer Verletzlichkeit, steht im Mittelpunkt meines künstlerischen Schaffens. Eine Schönheit, die vergänglich ist, aber durch ihren ureigenen Kreislauf immer wieder neu entsteht. Nichts schien bisher wirklich verloren gegangen zu sein. Doch die Gesetze der Natur verändern sich gerade in einer fühlbar rasenden Geschwindigkeit. Lebensräume und Landschaften, die für uns immer eine Selbstverständlichkeit manifestierten, verschwinden. Der Lebensraum Wasser und das Eis, in meinen Werken als immer wiederkehrende Motive, stehen für mich als Sinnbilder dafür. Und die Farbe BLAU in ihren unerschöpflichen Nuancen bildet dabei den zentralen Ausgangspunkt meiner Arbeiten. Mit dieser Farbe assoziieren wir sofort unseren Planeten- die Erde, wir bekommen im gleichen Atemzug die Verbindung zu dem wohl wichtigsten Element- dem Wasser und es löst in uns eine Sehnsucht aus, eine Sehnsucht nach Ruhe und Stabilität, nach Weite und Freiheit".

Mein Anliegen ist es, diese Natur nicht nur in ihrer ästhetischen Kraft wahrzunehmen, sondern eher den Blick für ihre Kostbarkeit und Schutzbedürftigkeit zu schärfen. "

Malerei

Meine künstlerische Arbeit ist eng mit meinen Reisen, die mich bisher nach Nord,- Mittel- und Südamerika, Afrika, Europa, Australien, Neuseeland, Asien und der Arktis führten, verbunden. Innere Momentaufnahmen, Erlebnisse und intensive Eindrücke verarbeite ich in einem intuitiven Malprozess - überwiegend mit Acrylfarben sowie Pigmenttusche. Die Natur interpretiere ich dabei auf meine ganz eigene Art.

Meine Landschaften bewegen sich zwischen konkreter Naturwahrnehmung und abstrakter Bildsprache. Wasser, Eis und ihre vielfältigen Strukturen werden dabei nicht allein als Motive verstanden, sondern als eigenständige Formen von Bewegung, Licht, Tiefe und Transformation.

Meine abstrakten Arbeiten entstehen aus einem Zusammenspiel von Formen, Strukturen und organisch anmutenden Gebilden, die sich zu komplexen Bildräumen verdichten. Einzelne Fragmente fügen sich zu rhythmischen Konstellationen, die bisweilen an Muster, mikroskopische Strukturen oder Erscheinungsformen der Natur erinnern.

Die Farbe Blau wird in meinen Werken dabei zum verbindenden Element. Sie reduziert die Natur auf ihre essentiellen Stimmungen und lenkt den Blick weg von der äußeren Farbigkeit hin zu ihrer Atmosphäre, Tiefe und Verletzlichkeit. Das Blau wird zum Symbol für Wasser, Luft, Eis und Unendlichkeit- zugleich aber auch für die Zerbrechlichkeit unseres Lebensraums.




Fotografie

Mit meiner zweiten Leidenschaft der Fotografie habe ich eine weitere Möglichkeit, meine Thematik zum Ausdruck zu bringen. Vor allem die Begegnung mit Wasser, Eis, Pflanzen und organischen Strukturen fasziniert mich. Ich beobachte, fotografiere und sammle Eindrücke, die später in meine Malerei und  meinen digitalen Kompositionen einfließen.


Digitalart

In meinen Digitalkompositionen treten Malerei und Fotografie in einen Dialog, in dem sich unterschiedliche Formen der Wahrnehmung und Wirklichkeit überlagern. Eigene fotografische Aufnahmen von Wasser, Eis und Naturfragmenten verbinde ich mit meinen gemalten Werken und transformiere sie digital zu neuen, offenen Bildräumen. Dabei geht es nicht um die Abbildung einer vorgefundenen Wirklichkeit, sondern um deren Auflösung, Verschiebung und poetische Neuinterpretation. Zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion entstehen fragile Bildwelten, in denen Natur zugleich als ästhetischer Raum und als verletzlicher Lebensraum erfahrbar wird.